Nach einer sehr erfolgreichen Saison 2024/25 verkündete Langläufer Jakob Moch (WSV Isny) im Sommer seinen Wechsel an die Universität Boulder in Colorado (USA). Die skispur hat nach seinem ersten Semester in den USA mit dem Isnyer über seine Beweggründe für den neu eingeschlagenen Weg gesprochen.
Frisch zurück aus den USA und dem ersten Semester an der Uni in Boulder, Colorado. Wie war dein Eindruck vom Land?
Jakob Moch: Es war mein zweiter Aufenthalt dort. Ich war vor acht Jahren mal drüben, aber nur für Ferien quasi. Davon wusste ich aber nicht mehr viel, daher war vieles jetzt doch neu. Ich habe den Eindruck in Boulder ist alles sehr europäisch geprägt. Als wir dann Richtung Denver unterwegs waren, hat man schon deutlich typische amerikanische Dinge gesehen.
Wie war der Start für dich an der Uni? Wie hast du dich zurechtgefunden?
Jakob Moch: Die ersten zwei Wochen, würde ich sagen, waren ein bisschen hart. Der Campus ist riesig. Da sind knapp 40.000 Studenten. Da muss man sich schon zurechtfinden und die ganzen Gebäude finden. Für die Sportler gibt es noch extra Gebäude wo viele Krafträume und so weiter drin sind. Da musst du die ersten zwei Wochen reinfinden, da hat man schon zu tun.
Wie muss man sich das College vorstellen? Gibt es einen großen Campus oder ist das auf die Stadt verteilt?
Jakob Moch: Also der Campus ist aufgeteilt in einen Ost- und Hauptcampus. Das meiste passiert wirklich auf dem Hauptcampus, der ist auch eine eigene Stadt für sich. Ich bin hauptsächlich auf dem Hauptcampus. Die Stadt selber ist auch ziemlich groß und hat viele große Anwesen mit Gärten etc. Wenn man von den nah gelegenen Bergen auf die Stadt schaut, sieht man von oben eigentlich nur Bäume.
Wie war der erste Kontakt zu deinen Langlauf-Teamkollegen?
Jakob Moch: Wir hatten von meinem ersten Tag an Kontakt. Ich lebe zusammen mit zwei anderen Langläufern in der WG. Das ist allgemein in den Skiteams so aufgebaut, auch bei den Alpinen. Wir haben fünf WG‘s, da wohnen alle Sportler zusammen. Das ist eigentlich auch ziemlich praktisch, weil dadurch sind wir ziemlich viel zusammen, auch nach dem Training oder der Uni noch.
Wie ist das Verhältnis zwischen amerikanischen und Studentinnen und Studenten aus anderen Ländern?
Jakob Moch: Ich weiß nicht genau, ob es eine Quote gibt. Aber es sind ungefähr die Hälfte Amerikaner, die andere Hälfte Europäer. Wir haben viele Skandinavier und vereinzelt auch Athleten aus anderen europäischen Ländern. Das ist einfach sehr aufgeteilt.
Wann kam der Gedanke auf, dass du den Weg mit dem Studium in den USA gehen willst?
Jakob Moch: Ich habe Ende Oktober 2024 angefangen, mich mit Colleges auseinanderzusetzen. Ich habe dann Mitte/Ende November mit meinen Trainern hier geredet und dann vor den ersten Rennen der Saison 2024/25 verkündet, dass ich gehen werde. Dann waren nur noch die Fragen offen, in welches College ich gehe, was die besten Möglichkeiten sind und wie man das mit dem Sport hier verknüpfen kann bzw. wann ich hier für die zur Verfügung stehe.
Was waren deine Beweggründe für diesen Weg?
Jakob Moch: Ich hatte Ende Juli 2024 mein Abi gemacht und bin dann ins Zoll Skiteam gekommen, was auch wirklich perfekt war…
Das komplette Interview mit Jakob Moch gibt es in der Dezember-Ausgabe der skispur. Hier geht es zum zum Abonnement