Im März fanden die Junioren Weltmeisterschaften in verschiedenen Disziplinen quer durch Europa verteilt statt. Insgesamt 12 Athletinnen und Athleten vertraten Ba-Wü im Bayrischen Wald sowie in Lillehammer (NOR) und Narvik (NOR). Dabei wurden sowohl wertvolle internationale Erfahrungen gesammelt als auch das ein oder andere Edelmetall mit nach Hause gebracht.
Goldener Abschluss bei den Biathlon Wettbewerben
Für die Biathleten war am Arber alles bereitet. Vom 28. Februar bis zum 08. März hieß es für fast 500 Athleten alles zu zeigen und zum Höhepunkt der Saison in Topform zu sein. Für den SSV gingen insgesamt 3 Athletinnen und Athleten an den Start. Dabei kam Ina Lickert in diesem Jahr das erste Mal in den Genuss von Jugend Weltmeisterschaften. Nach ereignisreichen Tagen voller spannender Wettkämpfe und neuer Eindrücke konnte die 16-Jährige im Sprint den 21. Platz sowie im Massenstart Rang 33 erreichen und lief mit der Staffel auf den sechsten Platz.
Für Lukas Tannheimer galt es, bei seinen ersten Junioren Weltmeisterschaften Erfahrungen zu sammeln. Nach dem Jugend Weltmeistertitel im Sprint vergangenes Jahr, liebäugelte er auch in diesem Jahr mit einer Einzelmedaille. Leider reichte es insgesamt es nur zu Platz 20 im Einzel, Platz 23 im Massenstart und zwei 5. Plätzen in den Staffeln. Womöglich war Lukas noch von einer Krankheit im Vorfeld der Weltmeisterschaften beeinträchtigt, dennoch lieferte er über den gesamten Verlauf zu viele Schießfehler.
Mit ihren Einzelplatzierungen war Melina Gaupp nicht wirklich zufrieden. Liesen die Ergebnisse aus den vorangegangenen Rennen noch Hoffnungen auf eine Einzelmedaille zu, haderte sie am Arber mit den Bedingungen. Der weiche Schnee habe es ihr schwer gemacht, aber auch generell sei wenig Energie vorhanden gewesen. So standen nach den Einzelrennen Platz 31 im Einzel, Platz 40 im Sprint und ein nicht beendeter Massenstart zu Buche. Dennoch sollte die Staffel für ein versöhnliches Ende im Bayrischen Wald sorgen. Gemeinsam mit Johanna Lehnung, Leni Dietersberger und Sydney Wüstling gelang es Gaupp, die gesamte Konkurrenz hinter sich zu lassen und gewann somit im letzten Rennen der Weltmeisterschaften noch die erste Goldmedaille für das deutsche Team. Die Freude über die Goldmedaille war naturgemäß groß. Alle hätten im Rennen ihre beste Leistung abrufen können und auch generell sei das Gefühl im Rennen sehr gut gewesen, schwärmt Melina.
Überzeugende Teamwettbewerbe im Skispringen
In Lillehammer gingen für den SSV Janne Holz und Anna Deufel an den Start. Für Anna reichte es leider nicht, sich für die Wettbewerbe zu qualifizieren. Somit blieb es bei guten Sprüngen im Training. Trotz allem war sie zufrieden darüber, auf diesem Niveau springen zu können und schaut mit Zuversicht nach vorn.
Bei Janne Holz stand zunächst der Einzelwettbewerb auf der Normalschanze an. Dabei reichten 90 Meter und 121,1 Punkte im ersten Durchgang leider nur zu Platz 17. „Der erste Sprung war, wie die im Training davor, noch nicht ganz so gut, dafür war der Zweite dann um so besser!“ Mit dem von ihm erwähnten zweiten Sprung gelang es ihm, sich vom 17. auf den 10. Platz vor zu arbeiten. Mit einem Top 10 Ergebnis im Einzel bei der ersten JWM war er sehr zufrieden.
Nur zwei Tage später stand für Janne gemeinsam mit den SBW-Athleten Lasse Deimel, Yann Kullmann sowie Alex Reiter (SC Oberstdorf) der Teamwettbewerb an. Dabei musste sich das deutsche Quartett nur dem österreichischen Team geschlagen geben, welches mit 1047,9 Punkten und insgesamt 13,5 Punkte Vorsprung auf Platz 1 landete. Über den Teamwettbewerb zeigt Holz sich sehr zufrieden: „Gemeinsam mit seinen Freunden und Teamkollegen dann um den Sieg mit zu springen und eine silberne Medaille Heim bringen zu können, ist dann natürlich um so besser!“ Dabei lieferte Janne als Schlussspringer zwei solide Sprünge auf 90 und 93,5 Meter. „Als letzter von uns dann noch oben zu stehen, zu springen und dann unten von den Teamkollegen empfangen zu werden war echt cool.“ Für ihn hat das deutsche Team den zweiten Platz gewonnen und nicht den ersten verloren. Dementsprechend kann Janne sehr zufrieden auf die Tage in Lillehammer zurückblicken.
Tags darauf gingen beim Mixed Wettbewerb die SBW-Athleten Lasse Deimel und Yann Kullmann gemeinsam mit Anna-Fay Scharfenberg und Julina Kreibich an den Start. Die vier lieferten insgesamt 8 gute Sprünge ab und konnten beim slowenischen Tagessieg den dritten Platz erreichen.
Wie für Janne Holz, war es auch für Kombiniererin Fabienne Klumpp (SV Baiersbronn) die erste JWM. Zusammen mit Sofia Eggensberger startete sie im Teamsprint, am Ende sprang ein 7. Platz heraus. Im Einzel lag sie nach dem Springen auf Platz 14 mit 1:49min Rückstand auf die Führende. Leider konnte sie ihren Platz nicht ganz halten und schloss ihr erstes JWM-Einzel auf Rang 18 ab.
Verletzungspech beim Alpinen Nachwuchs
Die Wettbewerbe im Alpinen Bereich begleiten die Verantwortlichen und Fans mit gemischten Gefühlen.
Jana Fritz (TSG Reutlingen) erreichte im Mixed-Team-Parallelbewerb Platz 7 sowie im Riesenslalom bei schwierigen Pistenbedingungen Platz 9. Luisa Illig (WSV Isny) konnte im Slalom zwei starke Läufe auf die Piste bringen und stand nach dem ersten Durchgang sogar als beste deutsche Starterin da. Am Ende standen ein sechster Platz im Slalom sowie ein 15. Platz im Riesenslalom fest, womit Illig sich sehr zufrieden zeigt: „Die JWM war auf jeden Fall ein Highlight der Saison. Die Veranstaltung an sich ist einfach richtig cool und es ist etwas Besonderes, sich mit Nachwuchsathleten aus so vielen Nationen zu messen.“ Highlight waren auch die zwei Podiumsplatzierungen im starken Teilnehmerfeld der U18-Wertung. Somit dürfen beide SSV-Athletinnen mit starken Top 10 Platzierungen wieder nach Hause fahren.
Für Lukas Krauss kam die Junioren-WM noch etwas zu früh, da er nach seiner Knieverletzung noch nicht wieder in der Lage war, an den Start zu gehen. Mittlerweile fährt Lukas aber wieder Rennen. Besonders bitter kam es für Nico Offenwanger, der kurz vor seinem Start bei der JWM im Skicross einen Sturz hatte und sich das Kreuzband gerissen hat.Gleiches gilt auch für Laila Illig (WSV Isny), die sich erneut einen Kreuzbandriss zuzog und nun wieder in eine lange Reha muss. „Die ersten Tage war es noch ein großer Schock und schwer zu verarbeiten, vor allem, weil es bereits das dritte Jahr in Folge ist, in dem ich mich mit dieser Verletzung auseinandersetzen muss. Der Gedanke, den dritten Sommer hintereinander mit Rehatraining zu verbringen, war anfangs schwer zu akzeptieren.“ Ihre Reha läuft aber soweit ganz gut, wonach sie im Herbst/Winter wieder auf Ski stehen kann.
Wir wünschen beiden eine gute und rasche Genesung!